Innen und außen nahtlos beschichtet: VAG setzt neuen Qualitätsstandard bei Hydranten

Hydrant

Bislang wurden Unterflurhydranten überwiegend mit 2 Beschichtungssystemen, innen emailliert und außen Epoxid, beschichtet. Unvermeidlich waren dabei die Nahtstellen der beiden Beschichtungssysteme und die daraus resultierenden Fehlstellen. Der neue VAG-Standard ist eine vollständige Epoxid-Pulverbeschichtung (EPP). Sie eliminiert Nahtstellen zwischen 2 Beschichtungssystemen und schützt damit noch besser vor Korrosion. Bei Überflurhydranten wird die obere Säule außen mit einem zusätzlichen UV-Schutz aus Polyestermaterial in roter Farbe versehen.

Mit der ausschließlichen Konzentration auf die Epoxid-Beschichtungen hat die VAG GmbH ihr Hydranten-Programm auf ein neues Niveau gehoben. Bei den Hydranten war der Bereich hinter der Sitzbuchse bisher unbeschichtet.

Seit Beginn 2018 werden alle Unter- und Überflurhydranten innen wie außen in einem Arbeitsgang EPP-beschichtet. Somit entsteht eine vollkommen geschlossene Beschichtung, mit einem perfekten Korrosionsschutz nach GSK-Zulassung. VAG ist seit Jahrzehnten Mitglied der GSK Gütegemeinschaft Schwerer Korrosionsschutz und setzt damit auf den hohen GSK-Qualitätsstandard.

Beim Herstellprozess, für den VAG in eine neue Beschichtungsanlage am Produktionsstandort in Hodonín (Tschechien) investiert hat, stehen Qualität und Ressourcenschonung im Vordergrund. Anstelle des bisherigen Erhitzens auf über 700 °C (beim Emaillieren) werden die Gehäuseteile auf rund 220 °C temperiert. Roboter tauchen sie in ein Pulverbecken. Durch Schmelzen des Pulvers entsteht rundum eine gleichmäßige blaue Beschichtung, die optimal am Gehäusematerial haftet und höchste Anforderungen an die Trinkwasserhygiene erfüllt. Die Schichtdicke von mindestens 250 μm garantiert Porenfreiheit nach GSK-Kriterien.

Beim Überflurhydranten schließt sich ein Arbeitsgang unmittelbar an die EPP-Beschichtung an. Hier wird die obere Säule, noch knapp 200 °C heiß, mit einem speziellen Polyesterpulver besprüht. Die entstehende rote äußere Deckschicht ist fest mit der blauen Grundbeschichtung verbunden. Sie hat eine zusätzliche Schichtdicke von 80-100 µm und schützt die sichtbaren Teile des Hydranten vor UV-Strahlung und dem Ausbleichen der Oberfläche.

Dieses Fertigungsverfahren, gewährleistet minimale Schlagempfindlichkeit. Anders als bei Email-Beschichtung lassen sich mögliche Beschädigungen einfach ausbessern. Höhere Dehnungswerte und damit eine bessere Anpassung an den Gusswerkstoff unter Druckbelastung senken das Rissrisiko der Beschichtung.

Die neue Beschichtung ist ab sofort Standard für VAG-Hydranten aller Bauformen und Nennweiten.

Die blauen unteren Säulen der VAG NOVA Überflurhydranten stehen für einen verbesserten Korrosionsschutz und eine somit deutliche Qualitätssteigerung von VAG Armaturen.

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